„Heimatlos“
Leben und Werk der Lyrikerin Emma Kann
Lesung von Ruth Frenk:
Emma Kann (25. Mai 1914 Frankfurt am Main - 19. Januar 2009 Konstanz) war Dichterin und Denkerin, eine Lehrerin und Überlebende. Sie war eine Zeugin der dunkelsten und der hellsten Momente des 20. Jahrhunderts. Und Sie war eine Suchende, die nie aufhörte, sich selbst und die Welt zu hinterfragen. Sie war eine Schreibende, die viele Menschen mit ihren Worten berührt und bereichert hat.
Emma Kann wanderte 1933 aus. Nach mehrjährigen Aufenthalten in England, Belgien, Frankreich und Kuba lebte sie ab 1945 in den Vereinigten Staaten von Amerika. Sie beschäftigte sich intensiv mit amerikanischer und englischer Dichtung und war Mitglied der Poetry Society of America. Im Jahr 1981 kehrte sie nach Deutschland zurück und schrieb wieder Gedichte in deutscher Sprache. Sie publizierte vier Gedichtbände im Hartung-Gorre Verlag Konstanz. Im Jahr 2022 erschien ihr autobiographisches Mosaik: „Betrachtungen und Erlebnisse“, Carola Hilmes (Herausgeberin) bei Hentrich und Hentrich Verlag, Leipzig.
Die Sängerin und Gesangspädagogin Ruth Frenk wurde 1946 in den Niederlanden als Kind von Überlebenden des KZ Bergen-Belsen geboren. Seit 1974 lebt sie in Konstanz. Im Jahr 2022 publizierte sie ihre Memoiren “Bei uns war alles ganz normal“. Im Dezember 2023 erhielt sie für ihr ehrenamtliches Engagement in Kultur und Politik das Bundesverdienstkreuz.
| Datum: | Mittwoch, 15. April 2026, 19:30 Uhr |
| Ort: | Ev. Pfarrhaus am See, Grabenstr. 2, Überlingen |
| Veranstalter: | EEB Evangelische Erwachsenenbildung Bodensee, DIG Bodensee-Region, GCJZ Konstanz e.V., Jüdische Gemeinde Konstanz, Bildungswerk der Erzdiözese Freiburg/Bildungszentrum Singen. |
| Eintritt: | 8 € |