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Zeitzeuginnengespräch mit Ruth Michel, geborene Rosenstock

Anlässlich des Gedenktags an die Opfer des Nationalsozialismus ist am 30. Januar 2026 Ruth Michel, geborene Rosenstock, als Zeitzeugin der Shoah zu Gast an der Universität Konstanz.

1928 wird Ruth Michel in Königsberg (heute Kaliningrad) geboren. Ihr Vater ist jüdisch, die Mutter evangelisch. Kurz nach der Machtergreifung flüchtet die Familie nach Polen, erlebt dort den Einmarsch der Roten Armee und später die Besetzung durch die Deutschen. Nach einer Razzia wird der Vater verschleppt und bei einer Erschießungsaktion ermordet. Die 13-jährige Ruth hilft aktiv dabei mit, das Überleben der Familie zu sichern, organisiert ein Versteck und später die Flucht. Als polnische Zwangsarbeiterin getarnt, gelingt es ihr vor Kriegsende nach Königsberg zurückkehre.

Nach dem Krieg arbeitet sie als Zahntechnikerin. Erst spät fängt sie an, über ihre Erinnerungen zu sprechen. Ihre Biografie „Die Flucht nach vorne“ erschien erstmals 2009. Heute lebt sie bei Stuttgart und spricht noch immer regelmäßig vor Schulen.

Eine Veranstaltung der Hochschulgruppe Alliance against Antisemitism und des Zukunftskolleg, in Kooperation mit der Hochschulgruppe JES, der Hochschulgruppe Studis gegen Rechts und der Initiative Stolpersteine für Konstanz

Registrierungslink (bei Onlineteilnahme): https://uni-konstanzde.zoom.us/webinar/register/WN_TLapXwKTQj656DxJQX5BDg